Am Mittwoch ist ein Freund aus Moskau für 3 Tage zu Besuch in Petersburg gewesen. Er hielt einen Vortrag auf einer Konferenz für Typologie und Grammatik (also was sprachwissenschaftliches) und am Freitag wars soweit. Seine Schwester und ich sind brav mit ihm auf die Konferenz gegangen um ihn zu unterstützen und es war dann auch voll interessant dort, zumindest die 20 % die ich verstanden hab. :) Die meisten Teilnehmer haben die Devise vertreten "Je komplizierter ich mich ausdrücke, desto seriöser schauts aus" und bei dieser hochwissenschaftlichen Art und Weise des Sprechens hatten auch die Muttersprachler so ihre Probleme. Vova, mein Bekannter, war da etwas anders. Er wollte lieber dass alle seinen Vortrag verstehen und erklärte alles ganz normal und das Publikum, also die ganzen 20 Maxln die da hingekommen sind, dankte es ihm später mit vielen interessanten Fragen und Diskussionen.
Neben der Konferent blieb natürlich genug Zeit um ihm meine Lieblingsplätze in Petersburg zu zeigen und damit mein ich jetzt nicht Sehenswürdigkeiten, sondern gemütliche Bars wo man sich auf ein paar Bier stundenlang in interessante Gespräche verwickeln kann, was wir auch an allen 3 Tagen blendend geschafft haben :)
Freitag nacht ist er dann wieder weg aus Petersburg gefahren und ich hab gleich mal einen Schock bekommen, weil es in dieser Nacht ja einen schlimmen Zugcrash gegeben hat auf der Strecke Moskau-Petersburg (vermutet wird ein terroristischer Anschlag, aber da würd ich nicht so vorschnell urteilen...), aber gottseidank war er da nicht betroffen, weil er auf einer anderen Strecke unterwegs war. Ich hoffe die kriegen das bald wieder hin, denn ich möcht auch bald wieder nach Moskau fahren, aber bitte ohne Anschläge...
Samstag stand dann ganz im Zeichen der österreichischen Küche. Unsere Deutschen Freunde hatten keine Ahnung was ein Kaiserschmarrn denn bitte sein soll und also haben Theresa und ich uns entschlossen alle damit zu bekochen, was auch super geklappt hat. Und sogar der Mixer hat bis zum Ende durchgehalten, obwohl Teile des Gehäuses während dem Schneeschlagen geschmolzen sind. :) Das Teil geht dann wohl wieder zurück ins Geschäft...
Der heutige Sonntag wird eher auch gemütlich begangen. Bald treff ich mich mit einer russischen Freundin und wir gehen in die Nachmittagsvorstellung von "New York, I love you" und später gehen wir mit den anderen zum angeblich besten chinesischen Restaurant von Petersburg. also alles in allem ein typisch russischer Sonntag :) Na da bin ich ja mal gespannt :)
Sonntag, 29. November 2009
Mittwoch, 25. November 2009
Meine erste russische Note - eine 5??
Schön langsam geht ja das Semester zu Ende und wir besprechen schon mal mit den verschiedensten Professoren wie wir denn zu unseren Noten kommen. Prinzipiell müssten wir von den Russen aus überhaupt keine Prüfung machen, ein Diplom, dass wir brav an den Kursen teilgenommen haben, bekommen wir so oder so, aber die Wiener Uni hätte dann doch gerne eine Leistungsüberprüfung und deswegen haben wir quasi um Prüfungen gebeten :)
Das Gespräch heute mit meiner AVK-Lehrerin - Audio-Visuelle Kommunikation (also Filmschauen) :) - war sehr angenehm, da sie meinte "Ach du warst ja immer da und sagst eigentlich jedes Mal was, du brauchst keine Prüfung machen, du kriegst auch so eine 5!" Wers glaubt oder nicht, darüber hab ich mich sehr gefreut, denn eine 5 ist hier die beste Note! :) Die Russen haben auch Noten von 1 bis 5, nur die Bedeutung ist hier genau die umgekehrte, mit einer 1 hast dus leider nicht geschafft :(
Aber darüber brauch ich mir jetzt keine Gedanken mehr machen, zumindest den Kurs hab ich locker in die Tasche gesteckt ;)
War aber auch nicht schwer, denn dieser Kurs war der, der mir am meisten Spaß gemacht hat. Wir haben eigentlich nur alte und auch neue russische Filme angesehen und uns darüber unterhalten, ein bisschen Analyse gemacht und somit viele wichtige neue Dinge verbunden mit der russischen Kultur kennengelernt, denn viele Aussprüche, vor allem aus sowjetischen Filmen sind mittlerweile als sogenannte "geflügelte Worte" in die Alltagssprache eingegangen und die Leute sagen sie andauernd.
Mit dem nötigen Hintergrundwissen macht die Sprache dann gleich noch mehr Spaß und man versteht auch wie die Leute das meinen, wenn sie zum Beispiel sagen "Und die Kapelle hab auch ich kaputt gemacht?". Das heißt nämlich frei übersetzt dasselbe wie "Ich kann ja nicht an allem schuld sein!" :)
Das Gespräch heute mit meiner AVK-Lehrerin - Audio-Visuelle Kommunikation (also Filmschauen) :) - war sehr angenehm, da sie meinte "Ach du warst ja immer da und sagst eigentlich jedes Mal was, du brauchst keine Prüfung machen, du kriegst auch so eine 5!" Wers glaubt oder nicht, darüber hab ich mich sehr gefreut, denn eine 5 ist hier die beste Note! :) Die Russen haben auch Noten von 1 bis 5, nur die Bedeutung ist hier genau die umgekehrte, mit einer 1 hast dus leider nicht geschafft :(
Aber darüber brauch ich mir jetzt keine Gedanken mehr machen, zumindest den Kurs hab ich locker in die Tasche gesteckt ;)
War aber auch nicht schwer, denn dieser Kurs war der, der mir am meisten Spaß gemacht hat. Wir haben eigentlich nur alte und auch neue russische Filme angesehen und uns darüber unterhalten, ein bisschen Analyse gemacht und somit viele wichtige neue Dinge verbunden mit der russischen Kultur kennengelernt, denn viele Aussprüche, vor allem aus sowjetischen Filmen sind mittlerweile als sogenannte "geflügelte Worte" in die Alltagssprache eingegangen und die Leute sagen sie andauernd.
Mit dem nötigen Hintergrundwissen macht die Sprache dann gleich noch mehr Spaß und man versteht auch wie die Leute das meinen, wenn sie zum Beispiel sagen "Und die Kapelle hab auch ich kaputt gemacht?". Das heißt nämlich frei übersetzt dasselbe wie "Ich kann ja nicht an allem schuld sein!" :)
Montag, 23. November 2009
Von verrückten Stylisten und kreativen Frisuren :)
Heute wars mal wieder so weit - Manu musste zum Frisör, da meine Haare schon nicht mehr tragbar waren :) der täglichen Katastrophenfrisur am Morgen musste der Kampf angesagt werden und so hab ich beschlossen, nachdem ich meine Seminararbeit für letztes Sommersemester fertig geschrieben hab, dass ich als Belohnung zum Frisör gehen darf. :) Das war natürlich Ansporn genug und ich hab meine 32 Seiten in Rekordzeit runtergeschrieben! *auf-die-schulter-klopf*
Gleich in der nächsten Straße von dort wo meine Wohnung liegt, gibts einen Frisör - heißt auf Russisch übrigens Parikmacherskaja, also Perückenmacher :) - und dieser heißt "Parikmacherskaja Nr. 1" - hört sich doch gut an und es waren auch immer Kunden drinnen (für mich auch ein Qualitätskriterium) :) und als ich die Preise gesehen hab, hab ich gleich mal beschlossen, dass ich dahin gehen werde wenns soweit is und heute war ich dann dort.
Zuerst zuhause noch die richtigen Frisörvokabel rausgesucht, damit ich nicht aus Versehen "Da Da" (jaja) zu einer Stoppelglatze sag und nichts wie rein in die gute Stube... Mit einem typisch russischen Grunzer und einem ausgestreckten Arm wurde ich ins Hinterzimmer verwiesen wo auch schon mein persönlicher Frisör auf mich wartete - Schams ist sein Name und der ca. 50jährige, aus Zentralasien stammend, ist Frisör aus Leidenschaft und sah gleich vorne weg, dass meine Haare nach seiner Schere lechzten :) Ohne große Umschweife befördert er mich aus meiner Jacke heraus und rauf auf den Zauberstuhl auf dem er dann seine Kunst an mir ausüben wird :) Gekonnt und mit dramatischen Kommentaren beginnt er wild in meinen Haaren rumzukraulen und zupft hier und biegt meinen Kopf in die und in die andere Richtung... *fürcht* denk ich mir nur und schreie stumm nach meiner Schwester, die beste Frisörin in der ganzen Welt :)
Und nichts wie los gehts am Waschbecken, das Wasser spritzt nur so rum um mich und wir erledigen das schnell... dann gehts ran an die Haare. Hinter mir neben dem Waschbecken sitzt eine Freundin von Schams, die sehr interessiert zuhört, als er mir sein Leben erzählt, von seinen Abenteuern in den USA und lächelt nur, als er mich fragt, ob es denn viele Krokodile in Australien gibt und ob ich Crocodile Dundee schon mal live gesehen hab :) na klar! :)
Die Sprachbarriere war eigentlich nicht sehr groß und Schams und ich sind uns schnell einige geworden was denn mit meinem Kopf passieren soll, bis diese Frau mich fragt "Wow willst du dich wirklich so stark verändern??" - ähmm, also... uups da hab ich wohl was missverstanden und erkläre Schams nochmal, dass ichs nur ein bissl kürzer haben will... jajajaja bestätigt er, ich weiß schon was dein Stil ist, du kannst mir vertrauen, Styling ist mein Leben! :)
Naja hilflos ausgeliefert sitzt ich da und sehe massenhaft meine schönen Haare zu Boden fallen und Schams Hände fliegen nur so durch die Luft und durch meine Haarpracht... aus lauter Panik, dass ich die nächsten Wochen nur mehr mit Kopftuch durch die Gegend laufen muss, friert mein Lächeln gekonnt auf meinem Gesicht ein - so a la "verärgere deinen Frisör nicht, der kann dir großen Schaden zufügen" :)
Als es dann ans Föhnen geht, trau ich mich schon fast gar nicht mehr in den Spiegel kucken... was zur Hölle ist denn das auf meinem Kopf?? ALTER ICH HAB EIN VOGELNEST!!!!!! Schams ist aber immer noch zuversichtlich und fragt mich weiter aus über Australien (nach 2 Versuchen hab ichs aufgegeben ihm von dem kleinen Land in der Mitte Europas zu erzählen) :)
naja zum Schluss wars dann gar nicht mehr sooo schlimm, mein Vogelnest wurde ordentlich geföhnt und mit Hilfe von ein bisschen Haarwachs schafften wir es dann gemeinsam, dass meine Haare endgültig in alle Richtungen wegstanden. 370 Rubel hat mich meine "kreative Frisur" gekostet - so heißt sie wirklich auf der Preisliste, normalerweise kostets nur 350 Rubel, aber 20 Rubel warene extra für die Kreativität des Frisörs - also umgerechnet 8 Euro und den Spaß wars alle Mal wert! Und Schams war auch ganz begeistert, dass ich bald mit seinem Petersburger Stil auf meinem Kopf nach Hause nach Australien fahre :)
das werd ich so schnell sicher nicht mehr vergessen und zum Schluss gibts noch ein Photo :)
Gleich in der nächsten Straße von dort wo meine Wohnung liegt, gibts einen Frisör - heißt auf Russisch übrigens Parikmacherskaja, also Perückenmacher :) - und dieser heißt "Parikmacherskaja Nr. 1" - hört sich doch gut an und es waren auch immer Kunden drinnen (für mich auch ein Qualitätskriterium) :) und als ich die Preise gesehen hab, hab ich gleich mal beschlossen, dass ich dahin gehen werde wenns soweit is und heute war ich dann dort.
Zuerst zuhause noch die richtigen Frisörvokabel rausgesucht, damit ich nicht aus Versehen "Da Da" (jaja) zu einer Stoppelglatze sag und nichts wie rein in die gute Stube... Mit einem typisch russischen Grunzer und einem ausgestreckten Arm wurde ich ins Hinterzimmer verwiesen wo auch schon mein persönlicher Frisör auf mich wartete - Schams ist sein Name und der ca. 50jährige, aus Zentralasien stammend, ist Frisör aus Leidenschaft und sah gleich vorne weg, dass meine Haare nach seiner Schere lechzten :) Ohne große Umschweife befördert er mich aus meiner Jacke heraus und rauf auf den Zauberstuhl auf dem er dann seine Kunst an mir ausüben wird :) Gekonnt und mit dramatischen Kommentaren beginnt er wild in meinen Haaren rumzukraulen und zupft hier und biegt meinen Kopf in die und in die andere Richtung... *fürcht* denk ich mir nur und schreie stumm nach meiner Schwester, die beste Frisörin in der ganzen Welt :)
Und nichts wie los gehts am Waschbecken, das Wasser spritzt nur so rum um mich und wir erledigen das schnell... dann gehts ran an die Haare. Hinter mir neben dem Waschbecken sitzt eine Freundin von Schams, die sehr interessiert zuhört, als er mir sein Leben erzählt, von seinen Abenteuern in den USA und lächelt nur, als er mich fragt, ob es denn viele Krokodile in Australien gibt und ob ich Crocodile Dundee schon mal live gesehen hab :) na klar! :)
Die Sprachbarriere war eigentlich nicht sehr groß und Schams und ich sind uns schnell einige geworden was denn mit meinem Kopf passieren soll, bis diese Frau mich fragt "Wow willst du dich wirklich so stark verändern??" - ähmm, also... uups da hab ich wohl was missverstanden und erkläre Schams nochmal, dass ichs nur ein bissl kürzer haben will... jajajaja bestätigt er, ich weiß schon was dein Stil ist, du kannst mir vertrauen, Styling ist mein Leben! :)
Naja hilflos ausgeliefert sitzt ich da und sehe massenhaft meine schönen Haare zu Boden fallen und Schams Hände fliegen nur so durch die Luft und durch meine Haarpracht... aus lauter Panik, dass ich die nächsten Wochen nur mehr mit Kopftuch durch die Gegend laufen muss, friert mein Lächeln gekonnt auf meinem Gesicht ein - so a la "verärgere deinen Frisör nicht, der kann dir großen Schaden zufügen" :)
Als es dann ans Föhnen geht, trau ich mich schon fast gar nicht mehr in den Spiegel kucken... was zur Hölle ist denn das auf meinem Kopf?? ALTER ICH HAB EIN VOGELNEST!!!!!! Schams ist aber immer noch zuversichtlich und fragt mich weiter aus über Australien (nach 2 Versuchen hab ichs aufgegeben ihm von dem kleinen Land in der Mitte Europas zu erzählen) :)
naja zum Schluss wars dann gar nicht mehr sooo schlimm, mein Vogelnest wurde ordentlich geföhnt und mit Hilfe von ein bisschen Haarwachs schafften wir es dann gemeinsam, dass meine Haare endgültig in alle Richtungen wegstanden. 370 Rubel hat mich meine "kreative Frisur" gekostet - so heißt sie wirklich auf der Preisliste, normalerweise kostets nur 350 Rubel, aber 20 Rubel warene extra für die Kreativität des Frisörs - also umgerechnet 8 Euro und den Spaß wars alle Mal wert! Und Schams war auch ganz begeistert, dass ich bald mit seinem Petersburger Stil auf meinem Kopf nach Hause nach Australien fahre :)
das werd ich so schnell sicher nicht mehr vergessen und zum Schluss gibts noch ein Photo :)
Sonntag, 22. November 2009
long ists her...
Sooo seit dem Freitag dem 13. ists schon eine Weile her, aber ich war ein wenig krank und da gibts nicht wirklich so viel darüber zu berichten. Mein Tagesablauf bestand hauptsächlich daraus, zur Apotheke zu laufen und wieder zurück :) Was ja auch nicht so ohne ist hier, denn so ziemlich alles kriegt man hier rezeptfrei. Da stehst du dann mal vor 5 oder 6 Regalmetern mit Hustenzuckerl, Halswehtabletten, Schmerzkiller und Kopfwehtabletten... Qual der Wahl, und natürlich hab ich nichts von den Sachen gekannt, also sinds die Produkte worden, mit den ansprechendsten Verpackungen... Gutes Kriterium gell?? :) naja geholfen hats irgendwie, denn jetzt gehts mir schon ein paar tage wieder gut und alles is wieder im Lot :)
Petersburg besser kennenzulernen hab ich mir natürlich trotzdem nicht nehmen lassen und so hab ich in der letzten Woche einige neue Cafes, Bars und Clubs abgeklappert. Viel Zeit bleibt ja leider nicht mehr, denn heute in genau 4 Wochen flieg ich schon wieder heim und mein Auslandssemester in Piter, wie St. Petersburg liebevoll genannt wird, ist vorbei :( die meisten von den Leuten hier fahren sogar schon in 3 Wochen heim d.h. die letzte Woche wird eine traurige mit vielen Abschieden werden, aber bis dahin wird noch ordentlich gefeiert ;)
Am Freitag ist was lustiges passiert. Theresa, meine österreichische Kollegin, hat Besuch von ihrer Mama bekommen und ich hab sie zum Flughafen begleitet, denn nach meinem letzten Abenteuer zum Flugzeug wollte ich sie nicht alleine fahren lassen. Naja und wir warten halt so auf unsere Marschrutka der Linie K213 (der fährt ca alle 5 Minuten, d.h. Hunderte von Bussen sind auf der Strecke unterwegs) und als ich ihn sehen komme, winke ich und denke mir so... den Fahrer kenn ich doch... oh mann, und schon grinst er mich an! Dreimal dürfts raten, wer mein Fahrer war, natürlich genau derselbe, der mich als meine Eltern mich besuchen kamen, in die unschönen Vororte von St. Petersburg entführt hat :) So ein Pech/Glück (??) muss man mal haben, bei der Masse von Bussen die hier fahren, dass ich genau denselben erwische... na arg... ich hab ihm dann gleich gesagt und zum FLUGHAFEN bitte :) diesmal hat er sich gleich ausgekannt und wir sind ohne Probleme am Ziel angekommen :)
Gestern waren wir zum ersten mal eislaufen. Leider hatten die großen Eisstadien gestern nachmittag geschlossen und so hab ich einen kleinen Eislaufplatz gfunden, in einem Shoppingcenter bei mir um die Ecke. Eine kleine Disko hats auch gegeben und so sind wir dann lustig übers Eis gewackelt, während wir den russischen Primaballerinas auf Schlittschuhen auszuweichen versuchten.
Am Abend gings dann in einen für mich neuen Club - MOD. Beschrieben wars mit einer alternativen, rockigen Szene und genauso wars auch. Bin total begeistert. Eintritt war 250 Rubel, das sind 5 euro und die ganze Nacht haben Bands gespielt oder DJs aufgelegt und zwar total coole Musik. Die erste Band, die wir gehört haben, haben Rock aus den 70ern gespielt und die Band danach war auch voi abgedreht, die haben RocknRoll aus den 50ern gespielt und der ganze CLub, der sich übrigens in einem total hohen Gewölbe befindet, ist ausgeflippt... :) vor lauter Begeisterung hab ich dann gleich mal mein 2 Euro Bier auf einen armen Russen ausgeschüttet, aber er war gottseidank nicht böse :)
Freitag abens haben wir auch eine neue Bar ausprobiert. Sie ist noch neu und hat nicht mal einen Namen und wenn man sie nicht kennt ist es unmöglich sie zu finden. Mitten im Zentrum, in einem abgelegenen, rabenschwarzen Hinterhof steht irgendwo eine unscheinbare Eisentüre, die in ein Kellergewölbe hinunterführt, aber da drinnen befindet sich eine kleine, aber sehr feine Bar, mir netten Leuten und der besten Musik, die ich bis jetzt in einer Bar in Petersburg gehört hab :) da geh ich wieder hin... äähhh natürlich nur wenn ichs wieder finde ;)
Auf Donnerstag freu ich mich schon wieder, weil da gehen wir endlich ins Ballett und sehen uns "Schwanensee" an in einem der berühmtesten petersburger Theater - Michailovskij Theater.
bis bald,
lg,
manu
Petersburg besser kennenzulernen hab ich mir natürlich trotzdem nicht nehmen lassen und so hab ich in der letzten Woche einige neue Cafes, Bars und Clubs abgeklappert. Viel Zeit bleibt ja leider nicht mehr, denn heute in genau 4 Wochen flieg ich schon wieder heim und mein Auslandssemester in Piter, wie St. Petersburg liebevoll genannt wird, ist vorbei :( die meisten von den Leuten hier fahren sogar schon in 3 Wochen heim d.h. die letzte Woche wird eine traurige mit vielen Abschieden werden, aber bis dahin wird noch ordentlich gefeiert ;)
Am Freitag ist was lustiges passiert. Theresa, meine österreichische Kollegin, hat Besuch von ihrer Mama bekommen und ich hab sie zum Flughafen begleitet, denn nach meinem letzten Abenteuer zum Flugzeug wollte ich sie nicht alleine fahren lassen. Naja und wir warten halt so auf unsere Marschrutka der Linie K213 (der fährt ca alle 5 Minuten, d.h. Hunderte von Bussen sind auf der Strecke unterwegs) und als ich ihn sehen komme, winke ich und denke mir so... den Fahrer kenn ich doch... oh mann, und schon grinst er mich an! Dreimal dürfts raten, wer mein Fahrer war, natürlich genau derselbe, der mich als meine Eltern mich besuchen kamen, in die unschönen Vororte von St. Petersburg entführt hat :) So ein Pech/Glück (??) muss man mal haben, bei der Masse von Bussen die hier fahren, dass ich genau denselben erwische... na arg... ich hab ihm dann gleich gesagt und zum FLUGHAFEN bitte :) diesmal hat er sich gleich ausgekannt und wir sind ohne Probleme am Ziel angekommen :)
Gestern waren wir zum ersten mal eislaufen. Leider hatten die großen Eisstadien gestern nachmittag geschlossen und so hab ich einen kleinen Eislaufplatz gfunden, in einem Shoppingcenter bei mir um die Ecke. Eine kleine Disko hats auch gegeben und so sind wir dann lustig übers Eis gewackelt, während wir den russischen Primaballerinas auf Schlittschuhen auszuweichen versuchten.
Am Abend gings dann in einen für mich neuen Club - MOD. Beschrieben wars mit einer alternativen, rockigen Szene und genauso wars auch. Bin total begeistert. Eintritt war 250 Rubel, das sind 5 euro und die ganze Nacht haben Bands gespielt oder DJs aufgelegt und zwar total coole Musik. Die erste Band, die wir gehört haben, haben Rock aus den 70ern gespielt und die Band danach war auch voi abgedreht, die haben RocknRoll aus den 50ern gespielt und der ganze CLub, der sich übrigens in einem total hohen Gewölbe befindet, ist ausgeflippt... :) vor lauter Begeisterung hab ich dann gleich mal mein 2 Euro Bier auf einen armen Russen ausgeschüttet, aber er war gottseidank nicht böse :)
Freitag abens haben wir auch eine neue Bar ausprobiert. Sie ist noch neu und hat nicht mal einen Namen und wenn man sie nicht kennt ist es unmöglich sie zu finden. Mitten im Zentrum, in einem abgelegenen, rabenschwarzen Hinterhof steht irgendwo eine unscheinbare Eisentüre, die in ein Kellergewölbe hinunterführt, aber da drinnen befindet sich eine kleine, aber sehr feine Bar, mir netten Leuten und der besten Musik, die ich bis jetzt in einer Bar in Petersburg gehört hab :) da geh ich wieder hin... äähhh natürlich nur wenn ichs wieder finde ;)
Auf Donnerstag freu ich mich schon wieder, weil da gehen wir endlich ins Ballett und sehen uns "Schwanensee" an in einem der berühmtesten petersburger Theater - Michailovskij Theater.
bis bald,
lg,
manu
Freitag, 13. November 2009
Kino wieder mal :)

Gestern war ich im Kino und hab mir den neuen russischen Film "Zar" angesehen. Darin gehts um Ivan, IV. auch genannt der Schreckliche, weil es unter seiner Herrschaft sehr blutig zugegangen ist und vor allem seine "Spezialeinheit", die Opritschniki, plündernd und von allen gefürchtet durch die Lande gezogen sind.
In diesem Film spielen gleich zwei der begabtesten Schauspieler Russlands die Hauptrollen - der berühmt-berüchtigte Zar wird von dem wohl bekanntesten russischen Schauspieler unserer Zeit dargestellt - Petr Mamonov, der den wahnsinnigen Zaren wirklich meisterhaft darstellt. Und Oleg Jankovskij - der den großen Gegenspieler des Zaren, den Moskauer Metropoliten (wichtigster Mann in der orthodoxen Kirche) darstellt. Dieser Film war auch sein letzter Film, denn der Schauspieler ist im Mai diesen Jahres gestorben.
Einige Stellen in dem Film waren ziemlich grauslig, weil der Zar so seine Freude an Foltermethoden hatte und diese dem Publikum auch nicht vorenthalten wurden. So sieht man halt wie ein Gefangener bei lebendigem Leibe von einem Bären zerfleischt wird, oder einem starken Soldaten die Arme abgerissen werden und danach der Kopf abgehackt wird... naja bis auf diese Stellen hat mir der Film sehr gut gefallen! auch wenn ich sehr viel nicht verstanden hab... :)
Heute gehts übrigens wieder mal auf ein Konzert und zwar zu "Korol i Shut", was übersetzt "König und Hofnarr" bedeutet. Bin schon sehr gespannt, weil diese Band eine der ersten Punkrockbands Russlands waren, die Motive aus Märchen in ihren Liedern verwenden, so wie zum Beispiel, Trolle, Vampire, Hexen usw. :)
http://www.youtube.com/watch?v=ctWc0cU6Qko&feature=related
Mittwoch, 11. November 2009
In der Ferne so nah...

Heut hab ich in meiner Lieblingsbäckerei mal so beim Kuchenregal rumgestöbert und einen neuen Kuchen entdeckt, der mir verdächtig bekannt vorkam... und so wars dann auch - "Pirog Linz" steht da auf dem russischen Schild und eine Linzertorte steht daneben in der Vitrine! :) hehe die hats also auch schon bis nach St. Petersburg geschafft. Leider hatte ich meine Kamera nicht dabei, sonst hätt ich sicher ein Photo gemacht :D egal für wie bescheuert die Verkäufer mich gehalten hätten :)
Dienstag, 10. November 2009
Moskaubericht die Zweite ;)
aaaalso ich war mal in Moskau an einem Tag an dem alles zu hatte und das war.... genau - letzten Samstag! :) An diesem Tag war nämlich ein Feiertag in Russland - der Tag der Oktoberrevolution! (jaja OKTOBERrevolution im November, die Russen haben ja bis 1918 den Julianischen Kalender verwendet und da gibts einen kleinen Zeitunterschied von 13 Tagen, also ist dieser Tag jetzt im November und nicht mehr im Oktober)! Deswegen gabs also auf dem Roten Platz eine große Parade, die wir leider nicht wirklich gut mitansehen konnten, da der Zugang zum Platz aus Sicherheitsgründen verboten war, aber am Tag vorher konnten wir ein Photo machen von der Ehrentribüne

Naja auf jeden Fall sind an diesem Tag weiß nicht wieviele Hunderte von russischen Soldaten jeglicher Abteilung in traditionellen und modernen Uniformen in einer Parade über den Platz marschiert und der kleine Teil, den ich verbotenerweise durchs Fenster eines Geschäftes mitansehen konnte, war schon sehr beeindruckend. Ein paar Meter weiter am Platz der Revolution gab es dann eine große Bühne und Veranstaltung von alten und neuen Kommunisten, die diesen in ihrer Geschichte wichtigen Tag feierten.

also mit Sightseeing rund um Kreml und Roten Platz war also nichts, also haben wir beschlossen in eine der berühmtesten und umfangreichsten Galerien Russlands zu fahren - in die Tretjakov-Galerie. Pavel Tretjakov war ein wichtiger und sehr emsiger Kunstsammler im 19. Jahrhundert und die Sammlung beherrbergt heute mehr als 140.000 Kunstwerke. Lustig wars auch wieder mal beim Kartenkauf. Mit unseren russischen Studentenausweisen kommen wir ja überall um einiges günstiger rein, aber manchmal gibt es gesonderte Preise für russische Studenten an russischen Unis und ausländische Studenten an russischen Unis, so wie auch in der Tretjakov-Galerie, aber blöd wär ich ja wenn ich da rausposaune, dass ich Ausländerin bin, also hab ich einfach nur meinen Studiausweis und das passende Kleingeld hingeschmissen und auch mein 70 Rubel Ticket (ca. 1,20 - 1 Euro 20 cent) :) bekommen, so wie auch die 2 nach mir, aber nachdem dann noch jemand mit einem komischen Namen gekommen ist, hat die Babuschka, die mit den Karten dealt, es nicht mehr durchgehen lassen und die restlichen von uns mussten den doppelten Preis zahlen... ja so ist das halt hier, ziemlich verrückt und man kann nie sagen wie es einem ergehen wird... :)
Das Abendprogramm war auch ziemlich cool, weil mein russischer Freund Kirill hat mich in 2 coole Lokale Moskaus entführt - einmal in eine kleine unterirdische Bar und danach zu einem Konzert einer geilen russischen Klezmerband. Video gibts natürlich schon online auf Picasa! :) Getanzt haben wir fast die ganze Nacht :)
Am letzten Tag starteten wir den dritten und letzten Versuch den Kreml einen Besuch abzustatten, aber wieder einmal waren wir der Laune der russischen Organisation ausgesetzt und es war zufällig ein Tag, an dem nur geführte, vorangemeldete Gruppen Zutritt hatten... aber dafür schafften wir es ins Leninmausoleum. Lenin, einer der wichtigsten Politiker Russlands und bekam seine letzte, ewige Ruhestätte am Roten Platz in einem eigens für ihn gebauten Mausoleum.

Nach einer strengen Sicherheitskontrolle (keine Kameras und Photohandys) darf man GRATIS in das Mausoleum hinein, aber drinnen darf man nicht stehenbleiben, man muss die ganze Zeit weitergehen, während man die mumifizierte und wächsern wirkendende Leiche Lenins anstarren kann. Dass man auch wirklich nicht stehenbleibt und keinen Blödsinn baut, dafür sorgen die ca. 10 finster dreinguckenden Wachmänner, die in diesem winzigen Raum in jeder Ecke stehen. Tja ziemlich morbid das ganze, eine Leiche anzustarren. So hätte es sich Lenin sicher nicht vorgestellt, aber gut, Verehrung geht sehr weit...
Den Sonntag haben wir gemütlich mit meinen Moskauer Freunden in einer Bar ausklingen lassen bis dann um 20:20 der Zug zurück nach Petersburg abgefahren ist. Einen kleinen unschönen Zusammenstoß mit unserer Waggonlady hat es gegeben, denn wir haben eines unserer Betten mit einem Russen getauscht, damit er näher bei seiner Familie sein kann und wir alle näher beisammen, denn wir waren auf den ganzen Waggon verteilt. Auf jeden Fall hat das die Lady mitgekriegt und uns ziemlich zur Sau gemacht, dass wir hier nichts zu tauschen haben und sie hier die Chefin ist. Basta! Die ist ziemlich in die Luft gegangen, aber ich hab das ganz gut gelöst und einfach vorgegeben sie nicht zu verstehen :) hab meinen besten österreichischen Akzent ausgepackt und ein "Nix verstehen" aus dem Ärmel gekramt :D aber das Lachen hab ich mir schon verkneifen müssen; blöde Kuh... wollt sich auch nur wichtig machen, denn eigentlich is es ja vollkommen wurscht, wer wo schläft...
Um 5:00 früh war dann Ankunft in Petersburg und da die Metro ja erst um halb 6 zu arbeiten beginnt haben wir uns dann mal zu Fuß auf den Weg heim gemacht, wo ich noch ein lustiges Plakat gefunden hab und gleich mal geknipst hab. Hier wird für die Sauberkeit der Stadt Petersburg geworben und darauf hingewiesen, dass Hunde nicht überall hinmachen sollten. Eine ähnliche Aktion gab es in Wien auch vor einem Jahr.

"Und wo verrichtet ihr Hund sein Geschäft?" :)
lg!

Naja auf jeden Fall sind an diesem Tag weiß nicht wieviele Hunderte von russischen Soldaten jeglicher Abteilung in traditionellen und modernen Uniformen in einer Parade über den Platz marschiert und der kleine Teil, den ich verbotenerweise durchs Fenster eines Geschäftes mitansehen konnte, war schon sehr beeindruckend. Ein paar Meter weiter am Platz der Revolution gab es dann eine große Bühne und Veranstaltung von alten und neuen Kommunisten, die diesen in ihrer Geschichte wichtigen Tag feierten.
also mit Sightseeing rund um Kreml und Roten Platz war also nichts, also haben wir beschlossen in eine der berühmtesten und umfangreichsten Galerien Russlands zu fahren - in die Tretjakov-Galerie. Pavel Tretjakov war ein wichtiger und sehr emsiger Kunstsammler im 19. Jahrhundert und die Sammlung beherrbergt heute mehr als 140.000 Kunstwerke. Lustig wars auch wieder mal beim Kartenkauf. Mit unseren russischen Studentenausweisen kommen wir ja überall um einiges günstiger rein, aber manchmal gibt es gesonderte Preise für russische Studenten an russischen Unis und ausländische Studenten an russischen Unis, so wie auch in der Tretjakov-Galerie, aber blöd wär ich ja wenn ich da rausposaune, dass ich Ausländerin bin, also hab ich einfach nur meinen Studiausweis und das passende Kleingeld hingeschmissen und auch mein 70 Rubel Ticket (ca. 1,20 - 1 Euro 20 cent) :) bekommen, so wie auch die 2 nach mir, aber nachdem dann noch jemand mit einem komischen Namen gekommen ist, hat die Babuschka, die mit den Karten dealt, es nicht mehr durchgehen lassen und die restlichen von uns mussten den doppelten Preis zahlen... ja so ist das halt hier, ziemlich verrückt und man kann nie sagen wie es einem ergehen wird... :)
Das Abendprogramm war auch ziemlich cool, weil mein russischer Freund Kirill hat mich in 2 coole Lokale Moskaus entführt - einmal in eine kleine unterirdische Bar und danach zu einem Konzert einer geilen russischen Klezmerband. Video gibts natürlich schon online auf Picasa! :) Getanzt haben wir fast die ganze Nacht :)
Am letzten Tag starteten wir den dritten und letzten Versuch den Kreml einen Besuch abzustatten, aber wieder einmal waren wir der Laune der russischen Organisation ausgesetzt und es war zufällig ein Tag, an dem nur geführte, vorangemeldete Gruppen Zutritt hatten... aber dafür schafften wir es ins Leninmausoleum. Lenin, einer der wichtigsten Politiker Russlands und bekam seine letzte, ewige Ruhestätte am Roten Platz in einem eigens für ihn gebauten Mausoleum.

Nach einer strengen Sicherheitskontrolle (keine Kameras und Photohandys) darf man GRATIS in das Mausoleum hinein, aber drinnen darf man nicht stehenbleiben, man muss die ganze Zeit weitergehen, während man die mumifizierte und wächsern wirkendende Leiche Lenins anstarren kann. Dass man auch wirklich nicht stehenbleibt und keinen Blödsinn baut, dafür sorgen die ca. 10 finster dreinguckenden Wachmänner, die in diesem winzigen Raum in jeder Ecke stehen. Tja ziemlich morbid das ganze, eine Leiche anzustarren. So hätte es sich Lenin sicher nicht vorgestellt, aber gut, Verehrung geht sehr weit...
Den Sonntag haben wir gemütlich mit meinen Moskauer Freunden in einer Bar ausklingen lassen bis dann um 20:20 der Zug zurück nach Petersburg abgefahren ist. Einen kleinen unschönen Zusammenstoß mit unserer Waggonlady hat es gegeben, denn wir haben eines unserer Betten mit einem Russen getauscht, damit er näher bei seiner Familie sein kann und wir alle näher beisammen, denn wir waren auf den ganzen Waggon verteilt. Auf jeden Fall hat das die Lady mitgekriegt und uns ziemlich zur Sau gemacht, dass wir hier nichts zu tauschen haben und sie hier die Chefin ist. Basta! Die ist ziemlich in die Luft gegangen, aber ich hab das ganz gut gelöst und einfach vorgegeben sie nicht zu verstehen :) hab meinen besten österreichischen Akzent ausgepackt und ein "Nix verstehen" aus dem Ärmel gekramt :D aber das Lachen hab ich mir schon verkneifen müssen; blöde Kuh... wollt sich auch nur wichtig machen, denn eigentlich is es ja vollkommen wurscht, wer wo schläft...
Um 5:00 früh war dann Ankunft in Petersburg und da die Metro ja erst um halb 6 zu arbeiten beginnt haben wir uns dann mal zu Fuß auf den Weg heim gemacht, wo ich noch ein lustiges Plakat gefunden hab und gleich mal geknipst hab. Hier wird für die Sauberkeit der Stadt Petersburg geworben und darauf hingewiesen, dass Hunde nicht überall hinmachen sollten. Eine ähnliche Aktion gab es in Wien auch vor einem Jahr.
"Und wo verrichtet ihr Hund sein Geschäft?" :)
lg!
Montag, 9. November 2009
Moskau... schön wars!!
So ich bin zurück aus Moskau und würd am liebsten gleich wieder hinfahren! :) Das Wochenende war sehr schön und ich hab viel Spaß gehabt!
Donnerstag abend gings dann also mit dem Nachtzug nach Moskau, wo wir um 6 in der Früh ankamen und uns verschlafen mit der Metro auf den Weg zum Hostel machten. Das was uns gleich als erstes aufgefallen ist - die Metro ist irgendwie anders... Fängt natürlich schon mal beim Ticket an, den in Moskau funktioniert alles mit einer Karte, auf der die Fahrten gespeichert sind; in St. Petersburg geht das noch mit einer Münze (nur die Dauerbenützer, wie ich, bekommen eine hübsche Karte mit Photo drauf) und dann sind die Rolltreppen sooo kurz. :) Der Boden auf dem Petersburg gebaut ist, war ja vor 300 Jahren ein riesiges Sumpfgebiet und dementsprechend weit mussten die UBahnmänner graben bis das Fundament sicher genug war um die Tunnel zu bauen. Deswegen kann es einem manchmal passieren, dass man - ohne Scheiss - fast 5 Minuten auf einer Rolltreppe verbringt - wer das nicht glaubt, der kann auch meine Eltern fragen, die haben das auch schon miterlebt! :)
uns auch das Metrosystem ist echt einfach nur viel, aber in einer 15 Millionen Stadt kommt man wohl nicht aus ohne so umfangreiche Verbindungen; teilweise fährt man auch bis zu 15 Minuten von Station zu Station...

Gewohnt haben wir in einem Hostel im Zentrum der Stadt "Home From Home", das ich nur jeden empfehlen kann, der in Moskau eine günstige Unterkunft in einer Toplage sucht, denn das Hostel liegt auf einer der berühmtesten Straßen Moskaus - dem Arbat - und zu Fuß sind es nur ca. 15 Minuten zum Roten Platz! Zu meiner Verwunderung hat mich die Babuschka, die die Bettwäsche austeilt noch vom den letzten beiden Malen wie ich dort war gekannt und mich freudig begrüßt! :) wir haben dann gleich den neuesten Klatsch und Tratsch ausgetauscht :D
Am ersten Tag haben wir nicht viel gemacht, weil alle so müde waren nach der Fahrt im russischen Schlafwagen, der ja ein wenig anders ist, als wir es gewohnt sind. Wenn man in Russland mit einer "Platzkart" - heißt auf Russisch wirklich so!! - über Nacht fährt, dann befindet man sich in einem offenen Waggon mit vielen vielen Kojen in denen Leute schlafen... naja schlafen kann man da nicht wirklich gut, zumindest ich nicht, aber halt ein bissl ausruhen...
Am Nachmittag hats gleich das erste freudige Wiedersehen gegeben - mit Kirill, einem Moskauer, den ich im Sommer auf der Pferdefarm kennengelernt habe. Er hatte noch einen Freund mit - Vladimir - und wir sind gemeinsam durch die Straßen Moskaus gezogen und haben uns beim Austausch von Neuigkeiten durch die Stadt treiben lassen. Unterwegs haben wir noch eine Bekannte aufgegabelt - Sasha - und gemeinsam sind wir dann ins Gorkij-Museum gegangen. Gorkij ist ein ganz berühmter russischer Schriftsteller, der in einem einzigartig wunderschönen Jugendstil Haus in Moskau wohnte. Danach gabs dann ein gemütliches Zusammensitzen bei Bier und Co :)
Am Abend hab ich mich dann mit einem anderen Freund getroffen - Sergej. Ihn hab ich auch auf der Pferdefarm kennengelernt, nur er war dort Gast und nur zu Besuch. Er uns seine Freundin Vera haben mich auch schon Anfang September hier in St. Petersburg besucht. Wir sind dann mit meinen Petersburger Kollegen in ein nettes Cafe gegangen um was zu essen und zu späterer Stunde ist dann auch noch Christian zu uns gestoßen, ein Kollege von der Wiener Uni, der gerade in Moskau sein Auslandssemester macht.
sooo mehr vom Moskauwochenende gibts dann morgen, weil jetzt geh ich dann mal schlafen :)
liebe grüße,
manu
Donnerstag, 5. November 2009
Ab in die Hauptstadt!
sooo heute ists endlich soweit! Ich fahr nach Moskau! Und mit mir fahren 6 meiner St. Petersburger Studienkollegen!
Freu mich schon sehr, denn ich hab ja ein paar Freunde in Moskau, die ich schon einige Monate nicht mehr gesehen habe und mit denen ich schon den einen oder anderen Kaffeetratschtermin ausgemacht hab :) unter anderen ist auch ein Kollege von der Wiener Uni in Moskau, der dort gerade sein Auslandssemester macht! bin sehr neugierig wie es in Moskau auf der Uni so zugeht :)
also der Zug fährt um 22:20 weg und kommt um 6 Uhr früh in Moskau an. Es hätte auch einen schnelleren gegeben, aber der war schon vollkommen ausverkauft. In Russland kann man nämlich nicht einfach wie bei uns in den Zug reinhüpfen und sich wohin fläzen... wenn du keine Platzreservierung hast, darfst du nicht mitfahren und auch meinen Pass brauche ich um überhaupt ein Ticket zu bekommen, denn die Passnummer und der Familienname werden auf dem Ticket individuell vermerkt. Warum das so ist, weiß ich nicht genau, aber ich vermute, dass es deswegen ist um den Schwarzmarkthandel mit den Tickets einzuschränken. Der Zug ist das meist frequentierte Fortbewegungsmittel auf Langstrecken in Russland, weil es hier extrem günstig ist. Für die Fahrt nach Moskau hin und retour zahle ich keine 30 Euro...
soo ich werd mich dann jetzt mal ans packen machen und zu Beginn der nächsten Woche gibts dann einen Moskaubericht und viiieeele Photos! :)
lg,
schönes Wochenende,
manu
Freu mich schon sehr, denn ich hab ja ein paar Freunde in Moskau, die ich schon einige Monate nicht mehr gesehen habe und mit denen ich schon den einen oder anderen Kaffeetratschtermin ausgemacht hab :) unter anderen ist auch ein Kollege von der Wiener Uni in Moskau, der dort gerade sein Auslandssemester macht! bin sehr neugierig wie es in Moskau auf der Uni so zugeht :)
also der Zug fährt um 22:20 weg und kommt um 6 Uhr früh in Moskau an. Es hätte auch einen schnelleren gegeben, aber der war schon vollkommen ausverkauft. In Russland kann man nämlich nicht einfach wie bei uns in den Zug reinhüpfen und sich wohin fläzen... wenn du keine Platzreservierung hast, darfst du nicht mitfahren und auch meinen Pass brauche ich um überhaupt ein Ticket zu bekommen, denn die Passnummer und der Familienname werden auf dem Ticket individuell vermerkt. Warum das so ist, weiß ich nicht genau, aber ich vermute, dass es deswegen ist um den Schwarzmarkthandel mit den Tickets einzuschränken. Der Zug ist das meist frequentierte Fortbewegungsmittel auf Langstrecken in Russland, weil es hier extrem günstig ist. Für die Fahrt nach Moskau hin und retour zahle ich keine 30 Euro...
soo ich werd mich dann jetzt mal ans packen machen und zu Beginn der nächsten Woche gibts dann einen Moskaubericht und viiieeele Photos! :)
lg,
schönes Wochenende,
manu
Mittwoch, 4. November 2009
Kino....
Am Montag hab ichs endlich wieder mal geschafft ins Kino zu gehen und hab mir gemeinsam mit Claudia (aus Postdam) den ersten russischen Disney-Film angesehen - "Das Buch der Meister".
http://www.youtube.com/watch?v=6LxLGb0p4o0
das Video ist zwar auf Russisch, aber Bilder schauen und die Sprache hören, die ich hier jeden Tag spreche, ist vielleicht auch ganz interessant für euch! ;) und außerdem hab ich keine englische oder deutsche Version gefunden :D
Ob und wann der Film auf Deutsch in die Kinos kommt, konnte ich bis jetzt noch nicht herausfinden, aber ich hoff es, denn es ist echt ein netter Fantasyfilm, der sehr gut Elemente aus der russischen Fabel- und Märchenwelt mit modernen, cineastischen Fantasyelementen vermischt. :)
Montag, 2. November 2009
Zoologie, eine Insel und russische In Extremos :)
*Zoologisches Museum*
Am Freitag gings in eines der beliebtesten Museen St. Petersburgs - dem Zoologischen Museum. Neben allen möglichen ausgestopften Hunden, Vögeln, Seelöwen, Robben, Bären, Raubkatzen usw. (die Liste könnte ich noch ziemlich lange weiterführen, denn das Museum ist riiiiiieeeesig)haben die auch echte Mammuts dort, auf dem Bild gleich eines, von dem nur mehr das Skelett erhalten geblieben ist, aber gleich dabeneb steht ein riesiges, dass noch ein bissl Fell hat und auch zwei Mammutbabys waren dort, die auch noch sehr gut erhalten waren. Nur bei dem großen Mammut gibts ein kleines Manko - es hat keinen Rüssel mehr und das nicht, weil er nicht wie der Rest von dem Tier gut in ewigem Eis eingefroren war, sondern weil die Hunde der Forscher hungrig waren und sich bedient haben, bevor die Ausgrabenden was bemerkt haben.
*Krestovskij-Insel*
Diese Insel ist eine der vielen Inseln auf denen die Stadt St. Petersburg gebaut ist. Insgesamt sollen es ja mal 42 gewesen sein, aber viele der Kanäle wurden im Laufe der Geschichte zugeschüttet. Also bis jetzt war ich auf 3, wo sich der Rest versteckt weiß ich nicht :) Auf jeden Fall war die Krestovskij-Insel im 18. Jahrhundert die Stätte der Erholung für die reichen Petersburger und auch heute ist sie das noch, nur jeder kann jetzt hin und die Reichen, naja die fahren ja sowieso lieber nach Österreich zum Skifahren! :) Ich wollts mir halt mal ansehen und weil das Wetter am Samstag nachmittag so schön war (Sonnenschein bei ca. 0 Grad) hab ich
Ich hab mich aber eher auf den Herbst bzw. ja schon Winter konzentriert und auf picase gibts wie immer viele Bilder zum anschauen -->
picasaweb.google.at/Horizonicc
*In Extremo*
Den Sonntag hab ich damit verbracht mich auf das In Extremo Konzert am Abend zu freuen. Karten dafür hab ich ja schon vor fast zwei Monaten gekauft, gleich nachdem ich hierher gekommen bin :) Wer sie nicht kennt - In Extremo ist eine deutsche Mittelalterhardrockband :) also auf der Bühne gehts da immer ziemlich ab, mit Feuer, Gebrüll und natürlich geiler Musik! Leider waren nicht so viele Leute, aber die, die dort waren, waren echte Fans und haben sogar die deutschen Texte mitgebrüllt, obwohls manchmal nicht viel Sinn ergab ;) Und als der Sänger der In Extremos ein paar Worte in Russisch aus seinen ostdeutschen Schultagen fallen lies, flippten die Russen vollkommen aus :) Muss echt sagen, dass das Konzert verdammt gut war und es das Beste war, auf dem ich bis jetzt in St. Petersburg war!
Sonntag, 1. November 2009
Jubiläumskonzert & die Schweinegrippe...
Wie schon angekündigt war ich am Freitag auf einem Konzert. In Petersburg gibts ein freies Kunst- und Kulturzentrum Namens "Puschkinskaja 10" und dieses Zentrum wurde 20 Jahre alt! Zu diesem festlichen Anlass wurde ein großes Konzert veranstaltet mit sehr bekannten russischen Künstlern. Warum um dieses Zentrum so großer Trubel veranstaltet wird? Naja, mit der Freiheit des Gedankens ist es in Russland ja ganz speziell bestellt und bis ca. 1985 waren jegliche Äußerungen, die nicht mit dem sowjetischen Regime und dessen Ideologie übereinstimmten, verboten. Erst 1989 mit dem Ende der Sowjetunion kam ein wenig Freiheit ins Leben und Zentren wie Pushkinskaja10 erhoben sich aus dem Untergrund und begannen in der Öffentlichkeit zu arbeiten.
DDT und Akvarium sind zwei russische Rockbands aus den 70ern und 80ern, die sich bis heute großer Beliebtheit erfreuen und für nach wie vor für ausverkaufte Hallen sorgen. Dementsprechend hab ich mich sehr gefreut, dass diese beiden Bands gemeinsam an einem Abend auftreten und das sogar zu einem sehr leistbaren Preis. :)
Als ich dann zum "Großen Konzertsaal" teilte mir die Billeteuse mit, dass Akvarium
nicht auftreten wird. Ich dachte nur, haha toller Scherz. Sie hat ja auch gelacht dabei, wollte wohl nur ein wenig die Fans schocken, denn sicher die Hälfte der Zuseher sind wegen Akvarium und v.a. wegen deren Sänger Boris Grebenshikov, der sowas wie ein Guru des Rock für die Russen ist, gekommen. Naja kurze Zeit später stellte es sich doch als wahr heraus. Der Veranstalter teilte mit, dass es ihm sehr leid tut, aber Akarium nicht auftreten kann, weil die ganze Band mit Verdacht auf Schweinegrippe im Krankenhaus liegt. *puh* ok..... Das dies durchaus kein Scherz war, konnte ich an den Reaktionen der Medien am nächsten Tag erkennen.Überhaupt ist die Angst vor der Schweinegrippe in Russland sehr groß, was wahrscheinlich großteils auch daran liegt, dass Krankheit in Russland sehr teuer kommen kann, denn ein Wohlfahrtssystem wie in Österreich mit Krankenversicherung usw. gibt es hier nicht. Man kann sich zwar krankenversichern lassen, das ist jedoch teuer und heißt noch lange nicht, dass auch wirklich gezahlt wird, wenn ein Krankheitsfall vorliegt. Deshalb ist der beste Freund des Kranken hier der Apotheker, denn fast alles bekommt man hier rezeptfrei.
Inoffiziell sind ca. 2000 Menschen an der Schweinegrippe erkrankt, einige sind sogar schon daran gestorben. Vor allem unsere Grammatiklehrerin warnt uns in jeder Stunde davor. Eine Schweinegrippeanekdote ist sicher jedes Mal dabei... Man sieht auch immer öfters Menschen mit Gesichtsmasken herumlaufen, v.a. dort wo viele Menschen auf engem Raum zusammentreffen wie z.Bsp. die Metro.
Die große positive Überraschung auf dem Konzert war für mich der russische Sänger Vjatscheslav Butusov mit der Band Jupiter. Eine negative Überraschung gabs auch. Die Band Ivanovo, eine verrückte Frauenband, die meiner Meinung nach keine Musik, sondern nur Geräusche von sich gegeben haben. Viele Zuhörer, auch ich, haben nach ein oder zwei Liedern den Saal verlassen, weil es wirklich schon in den Ohren geschmerzt hat... :( Sogar die Mikrofone des Saales haben die nicht gepackt und haben die ganze Zeit gepfeift... ;)Die letzten waren dann DDT, von denen ich am Anfang ziemlich enttäuscht war, da sie fast nur unbekannte Sachen gespielt haben und zwischen den Liedern hat der Sänger immer 10 Minuten lang irgendwas vorgelesen, keine Ahnung was... Aber die zweite Hälfte ihres Auftrittes waren sie wie man sie kennt, rockig, laut und aggressiv :) also genau das was die Leute erwartet haben! Insgesamt also ein Abend voller Überraschungen und auch einem Diebstahl, denn einer Freundin von mir wurde die Kamera geklaut... :(
lg,
manu
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