*Schneerekord*
In manchen Einträgen hab ich ja schon von dem schönen Schnee in St. Petersburg berichtet, aber hab ich auch erwähnt, dass so ein Winter wie ich ihn hier gerade erlebe eigentlich sehr unüblich ist?? Seit 130 Jahren (!!!) hat es in dieser wunderschönen Stadt nicht mehr so geschneit wie jetzt und die Russen vermerken momentan einen absoluten Schneerekord! Dies führt auch zu einigen Unangenehmheiten...
Wie so oft machen aber die Russen aus der Not eine Tugend und zeigen sich erfinderisch! Mit den Autos kommt man ja zur Zeit nicht sehr weit, was nicht daran liegt, dass kein Schneepflug fährt, nein, das wär ja noch zu bewältigen, aber wenns daran geht den geliebten fahrbaren Untersatz vom Schnee zu befreien, na da gibt schon mancher auf. Gerade gestern hab ich auf der Straße gehört, wie ein Mann einen anderen gefragt hat "Wissen Sie welches Auto da drunter ist?" und er zeigte mit seinem Arm auf einen riesigen Schneehaufen. Schulterzuckend, verneinte der andere... Naja... Deswegen gibts jetzt in St. Petersburg sogenannte "Wie schaufeln euer Auto frei"-Dienste. Ab ca. 13 Euro, kommt auf die Größe des Autos an, kommen fleißige Schneeräumer und befreien das Auto von der weißen Last, blöd nur, wenns dann nicht das eigene ist, aber dafür freut sich dann jemand anders. ;)
Photos hab ich ja eh schon ein paar Einträge früher reingestellt! :) Vielleicht mach ich noch welche bei Tageslicht, wenn ich das erwische :) Und von den unglaublichen Eiszapfen muss ich auch noch Photos machen, die sind hier teilweise fast 2 Meter lang!!! Sowas hab ich echt noch nie gesehen...
Noch ca. 10 Tage bin ich jetzt hier in der alten Hauptstadt und ich hab schon viele Museen auf meiner ToDo-Liste, die ich noch unbedingt sehen möchte. Anfangen werde ich gleich morgen mit dem Leningrader Blockade-Musem. Von ca. 1941 bis 1944 war Petersburg, oder Leningrad wie es damals noch geheißen hat, von den Nazis umstellt und keiner durfte rein oder raus. Diese Periode war sehr tragisch, denn viele Menschen starben an Hunger, da die Lebensmittel extrem knapp waren und nicht für Nachschub gesorgt werden konnte, da alle Versorgungswege versperrt waren. In der Geschichte und Entwicklung der Stadt nimmt diese schreckliche Zeit einen sehr wichtigen Standpunkt ein.
Noch so auf dem Programm stehen die erste russische Photobiennale, diverse Schriftstellermuseen und der eine oder andere Ausflug in die schönen Orte rund um die Stadt, wie Pawlovsk, Gatschina oder Repino.
Danach gehts dann ab ins Baltikum und meine erste Station wird Tallinn, in Estland, sein. Mehr kann ich dazu leider noch gar nicht sagen, da ich noch am Reiseführer durchforsten bin, aber diese Woche möchte ich dann alles fix machen, Tickets kaufen und Unterkünfte organisieren :)
bis bald,
liebe grüße,
manu
Montag, 4. Januar 2010
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1 Kommentar:
Na hoffentlich gehen deine Pläne auf und versinken nicht im Schnee! ;)
Und von den Eiszapfen musst echt ein Bild machen - kann i ma gar net vorstellen!
glg aus New York
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